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Was ist LRS? Die Lese-Rechtschreib-Schwäche verständlich erklärt

Von Dennis Schaible6 Min. Lesezeit

LRS ist die Abkürzung für „Lese-Rechtschreib-Schwäche“ – eine anhaltende Schwierigkeit, das Lesen und die Rechtschreibung altersgemäß zu erlernen. Betroffen sind schätzungsweise ein bis zwei Kinder pro Schulklasse. Dieser Artikel erklärt, was LRS bedeutet, wie sie entsteht und worauf Eltern achten sollten.

Definition

Was bedeutet LRS genau?

LRS steht für Lese-Rechtschreib-Schwäche. Gemeint sind deutliche und länger andauernde Schwierigkeiten beim Lesen, beim Rechtschreiben oder bei beidem – und zwar unabhängig von der allgemeinen Intelligenz des Kindes. Ein Kind mit LRS ist also nicht „weniger begabt“, sondern hat spezifische Probleme mit der Schriftsprache.

Typisch ist, dass die Schwierigkeiten hartnäckig sind und trotz normalen Unterrichts bestehen bleiben. Genau das unterscheidet LRS von den vorübergehenden Startschwierigkeiten, die viele Kinder beim Schreibenlernen haben.

Ursachen

Wie entsteht eine Lese-Rechtschreib-Schwäche?

Eine einzelne Ursache gibt es meist nicht. Fachleute gehen von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus:

  • Genetische Veranlagung – LRS tritt in manchen Familien gehäuft auf.
  • Schwierigkeiten in der phonologischen Verarbeitung, also darin, Laute im Wort herauszuhören und Buchstaben zuzuordnen.
  • Entwicklungsbedingte Faktoren, etwa im Bereich der Aufmerksamkeit oder des Arbeitsgedächtnisses.

Wichtig zu wissen: LRS ist keine Folge von Faulheit oder mangelnder Förderung durch die Eltern. Sie kann auch Kinder aus sehr anregenden Lernumgebungen betreffen.

Häufigkeit

Wie häufig ist LRS bei Kindern?

Schätzungen zufolge sind je nach Definition rund 4 bis 8 Prozent der Schülerinnen und Schüler von einer ausgeprägten Lese-Rechtschreib-Schwäche betroffen. Das bedeutet: In fast jeder Klasse sitzen ein bis zwei Kinder mit deutlichen Schwierigkeiten. Leichtere Ausprägungen sind noch häufiger.

Verlauf

Wächst sich LRS von selbst aus?

Darauf sollte man sich nicht verlassen. Ohne gezielte Unterstützung bleiben die Schwierigkeiten oft bestehen und können das Selbstvertrauen belasten. Die gute Nachricht: Mit früher, passender Förderung lassen sich Lese- und Rechtschreibfähigkeiten in vielen Fällen deutlich verbessern.

Erste Schritte

Was können Eltern früh tun?

Der wichtigste Schritt ist, genau hinzusehen. Wenn Sie erste Anzeichen einer LRS bemerken, hilft eine strukturierte erste Einschätzung. Unser LRS-Test zum Ausdrucken führt Sie mit fertigen Aufgaben- und Lösungsblättern durch eine erste Orientierung zu Hause – diskret und ohne Termindruck.

Häufige Fragen

Wofür steht die Abkürzung LRS?
LRS steht für Lese-Rechtschreib-Schwäche und bezeichnet anhaltende Schwierigkeiten beim Lesen und/oder Rechtschreiben, die unabhängig von der Intelligenz des Kindes bestehen.
Ist LRS eine Krankheit?
LRS wird als Lernstörung eingeordnet, nicht als Krankheit im klassischen Sinn. Sie ist gut behandelbar, wenn sie früh erkannt und gezielt gefördert wird.
Ab welchem Alter lässt sich LRS erkennen?
Deutliche Anzeichen zeigen sich meist im Grundschulalter, wenn Lesen und Schreiben systematisch gelernt werden. Erste Hinweise können schon früher auffallen.

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Stand: 6. Juli 2026. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Orientierung und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Diagnose. Bei einem begründeten Verdacht auf eine Lese-Rechtschreib-Schwäche wenden Sie sich bitte an entsprechende Fachleute.